Schädlingsfinder
Vergleiche die Schadbilder an deiner Pflanze mit den Steckbriefen unten, um den Schädling einzugrenzen.
🐜 Blattläuse
Symptome: Kleine, meist grüne oder schwarze Insekten an Triebspitzen und Blattunterseiten, klebrige Ausscheidungen (Honigtau), eingerollte oder verkrüppelte junge Blätter.
Maßnahmen: Mit scharfem Wasserstrahl abspritzen, Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen fördern, bei starkem Befall Schmierseifenlösung einsetzen.
🐌 Schnecken
Symptome: Große, unregelmäßige Löcher in Blättern, Schleimspuren auf dem Boden und an Pflanzen, meist Fraßschäden über Nacht.
Maßnahmen: Schneckenkorn (bevorzugt eisenphosphathaltig) einsetzen, Bierfallen aufstellen, morgens absammeln, Beete mit rauen Materialien (Schneckenzaun, Sägemehl) umranden.
🕸️ Spinnmilben
Symptome: Feine, helle Sprenkelung auf den Blättern, feine Gespinste an Blattunterseiten und zwischen Trieben, meist bei trockenwarmer Witterung oder im Gewächshaus.
Maßnahmen: Luftfeuchtigkeit erhöhen (regelmäßig mit Wasser besprühen), befallene Blätter entfernen, Nützlinge wie Raubmilben einsetzen, bei starkem Befall Pflanzenschutzmittel auf Ölbasis verwenden.
Wie funktioniert der Schädlingsfinder?
Der Finder listet die im GartenPortal-Lexikon hinterlegten Gartenschädlinge mit ihrem typischen Schadbild und passenden Gegenmaßnahmen auf. Du vergleichst, welche Beschreibung zu den Spuren an deiner Pflanze passt – zu jedem Schädling zeigt das Tool zusätzlich, welche Pflanzen aus dem Lexikon dafür als besonders anfällig hinterlegt sind.
Beispiel-Nutzung
An den Triebspitzen deiner Tomaten sitzen kleine grüne Insekten, die Blätter sind klebrig und junge Triebe wirken eingerollt. Das passt zum Eintrag Blattläuse – laut den Steckbriefen sind Tomaten dafür tatsächlich anfällig, ebenso viele andere Gemüse- und Kräuterarten. Als Maßnahme schlägt der Eintrag vor, die Läuse mit scharfem Wasserstrahl abzuspritzen und Nützlinge wie Marienkäfer zu fördern.
Zweites Beispiel
Über Nacht sind an deinem Salat große, unregelmäßige Löcher entstanden, morgens findest du Schleimspuren auf dem Boden. Das entspricht dem Eintrag Schnecken, der Salat und Erdbeeren ausdrücklich als gefährdet nennt. Empfohlen werden unter anderem eisenphosphathaltiges Schneckenkorn, Bierfallen oder ein Schneckenzaun um das Beet.
Wann brauchst du den Schädlingsfinder?
Er hilft, wenn du frische Fraßspuren, Verfärbungen oder Gespinste an deinen Pflanzen entdeckst und schnell einordnen willst, um welchen Schädling es sich handeln könnte. Auch beim regelmäßigen Kontrollgang durchs Beet, bevor du zu einem Pflanzenschutzmittel greifst, oder um vorbeugend zu wissen, welche Pflanzen im eigenen Garten besonders gefährdet sind, ist er nützlich.
Gut zu wissen
Aktuell sind drei Schädlinge hinterlegt – Blattläuse, Schnecken und Spinnmilben –, die Übersicht wird schrittweise erweitert. Schadbilder können sich überschneiden, etwa wenn mehrere Schädlinge gleichzeitig auftreten oder Witterungsschäden ähnlich aussehen. Bei starkem oder wiederkehrendem Befall lohnt sich neben der Selbstdiagnose eine fachliche Einschätzung, gerade bei wertvollen Pflanzen oder Obstgehölzen.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich, ob es Blattläuse oder Spinnmilben sind?
Blattläuse sind mit bloßem Auge als kleine grüne oder schwarze Insekten an Triebspitzen sichtbar und hinterlassen klebrigen Honigtau. Spinnmilben sind winzig und zeigen sich eher indirekt: feine helle Sprenkelung auf den Blättern und feine Gespinste an der Blattunterseite, meist bei trockenwarmer Witterung oder im Gewächshaus.
Welche Pflanzen listet das GartenPortal-Lexikon als besonders schneckengefährdet?
Laut den hinterlegten Steckbriefen zählen unter anderem Salat, Erdbeeren, Erbsen, Bohnen, Spinat, Mangold, Radieschen, Rettich, Kürbis, Petersilie und Dahlien zu den Pflanzen mit erhöhtem Schneckenrisiko.
Wie unterscheide ich Fraßschäden durch Schnecken von anderen Schädlingen?
Schnecken hinterlassen große, unregelmäßige Löcher in Blättern und Schleimspuren, die Fraßschäden entstehen meist über Nacht. Blattläuse dagegen führen eher zu eingerollten oder verkrüppelten jungen Blättern statt zu Löchern.
Muss ich bei jedem Befall gleich zu Pflanzenschutzmitteln greifen?
Nein, bei den meisten hier gelisteten Schädlingen reichen zunächst einfache Maßnahmen wie Abspritzen mit Wasser, Nützlinge fördern oder Absammeln. Chemische oder auf Öl- bzw. Seifenbasis wirkende Mittel sind laut den Empfehlungen erst bei stärkerem Befall sinnvoll.
Was, wenn ich den Schädling im Finder nicht wiederfinde?
Die Übersicht deckt aktuell die häufigsten Gartenschädlinge ab und wird schrittweise erweitert. Bei unklaren Schadbildern hilft ein Foto der betroffenen Stelle im Gartencenter oder bei einer Pflanzenschutzberatung weiter.