Vorbeugen & erkennen

Krankheiten & Schädlinge

Steckbriefe mit Erkennungsmerkmalen und Gegenmaßnahmen zu den häufigsten Krankheiten und Schädlingen im Garten.

Erst vorbeugen, dann beobachten, dann handeln

Im Garten lassen sich Krankheiten und Schädlinge nie ganz vermeiden, aber meist gut in Grenzen halten. Die wirksamste Maßnahme ist die Vorbeugung: ein passender Standort, gesunder Boden, ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen, ein sinnvoller Wechsel der Kulturen von Jahr zu Jahr und das Gießen am Boden statt über das Laub. Wer so gärtnert, erspart sich einen großen Teil der späteren Arbeit.

Der zweite Schritt ist das regelmäßige Beobachten. Ein kurzer Rundgang einmal pro Woche reicht, um Blattunterseiten, Triebspitzen und die Erde rund um die Pflanzen zu prüfen. Je früher ein Problem auffällt, desto milder dürfen die Gegenmaßnahmen ausfallen. Notizen imGartenjournal helfen später zu erkennen, bei welcher Witterung ein Befall auftrat.

So gehst du bei einem Befall vor

Vergleiche zuerst die Symptome mit den Steckbriefen oben oder nutze denPflanzenkrankheiten-Finder und denSchädlingsfinder. Danach gilt die Reihenfolge von mild zu stark: befallene Teile entfernen, Schädlinge absammeln oder abspritzen, Nützlinge fördern, die Bedingungen verbessern und erst zuletzt zu zugelassenen Pflanzenschutzmitteln greifen. Wie das im Zusammenspiel funktioniert, beschreibt der RatgeberSchädlinge natürlich bekämpfen.

Wann Zeit und Witterung entscheidend sind

Viele Probleme hängen mit dem Wetter zusammen: Feuchtwarme Perioden begünstigen Pilzkrankheiten wie die Kraut- und Braunfäule, Trockenheit und Wärme fördern Spinnmilben, milde Winter lassen mehr Läuse überleben. Wie sich die Anforderungen übers Jahr verschieben, zeigen die Monatsseiten imGartenkalender.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich, ob es eine Krankheit oder ein Schädling ist?

Schädlinge sind meist als Tiere oder an ihren Spuren zu erkennen: Fraßlöcher, Schleim, Gespinste oder die Insekten selbst. Krankheiten zeigen sich dagegen als Flecken, Beläge, Welke oder Fäulnis, ohne dass ein Verursacher zu sehen ist. Im Zweifel hilft ein Blick auf die Blattunterseite und der Vergleich in den Findern.

Brauche ich gleich ein Spritzmittel, wenn ich etwas entdecke?

Meist nicht. Bei vielen Problemen reichen mechanische Maßnahmen wie Absammeln, Abspritzen oder das Entfernen befallener Teile, kombiniert mit besseren Bedingungen für die Pflanze. Sprühmittel sind der letzte Schritt. Falls du doch eines einsetzt, gelten Zulassung und Anwendungshinweise auf der Packung.

Kann ich befallene Pflanzenteile auf den Kompost geben?

Bei Pilzkrankheiten wie Mehltau oder der Kraut- und Braunfäule besser nicht. Die Sporen können im Kompost überleben, wenn dieser nicht ausreichend heiß wird. Befallenes Material gehört in die Restmülltonne oder je nach Vorgabe deiner Kommune in den Biomüll mit industrieller Kompostierung.