Gartenkalender

Gartenarbeit im Oktober

Der Oktober verbindet Ernte und Neuanfang: Kürbis, Rote Bete, Sellerie und die letzten Äpfel kommen ins Lager, während du schon Knoblauch und Blumenzwiebeln für das nächste Jahr steckst. Das Laub färbt sich, der Boden ist noch warm, doch der erste Frost liegt nicht mehr fern.

Jetzt aussäen

  • Ackerbohnen (Gründüngung)

Jetzt pflanzen

Die Tage schrumpfen von gut 11 auf etwa 10 Stunden, und am Monatsende wird die Uhr zurückgestellt. Nachtfröste treffen im Oktober zuerst die Mittelgebirge, das Alpenvorland und Senken, in denen sich Kaltluft sammelt; die Küste und das Weinbauklima am Rhein bleiben meist länger frostfrei. Mit dem Frost endet die Saison für Tomaten, Zucchini und Dahlien, während Pastinaken und Kohl erst jetzt richtig schmecken. Neben dem März ist der Oktober die zweite Hauptpflanzzeit für Obstbäume, Beerensträucher und Rosen.

Gemüsegarten: Lagergemüse vor dem Frost, Knoblauch stecken

Was Frost nicht verträgt, kommt jetzt herein: Kürbisse, Rote Bete, Knollensellerie und Winterrettich. Bei Roter Bete drehst du das Laub knapp über der Knolle ab, statt es abzuschneiden, so blutet sie nicht aus. Wurzelgemüse lagerst du in Kisten mit leicht feuchtem Sand an einem kühlen, frostfreien Ort. Pastinaken dagegen bleiben im Boden, nach den ersten Frösten schmecken sie süßer, und du erntest sie nach Bedarf bis in den Winter. Eine Laubschicht darüber verhindert, dass der Boden bei Kahlfrost steinhart wird.

Knoblauch steckst du im Oktober und November: nur die großen äußeren Zehen, etwa 5 cm tief mit der Spitze nach oben. Bei 20 cm Reihen- und 10 cm Pflanzabstand sind das 50 Zehen pro Quadratmeter. Der Boden soll locker sein und ohne frische Düngung, denn Knoblauch ist ein Schwachzehrer und mag keine Nässe. Wer schweren Boden hat oder zu spät dran ist, steckt im zeitigen Frühjahr; das ergibt eine kürzere Kultur.

Obst und Beeren: Quitten ernten, Bäume und Sträucher pflanzen

Quitten sind erntereif, wenn sie goldgelb sind und stark duften; hole sie vor dem ersten Frost und reibe den Flaum ab. Roh sind sie ungenießbar, gekocht ergeben sie Gelee und Kompott. Späte Äpfel erntest du je nach Sorte bis Ende des Monats, Fallobst und angeschlagene Früchte werden gleich verwertet.

Mit dem Laubfall beginnt die Pflanzzeit. Die Pflanzgrube ist etwa doppelt so breit wie der Wurzelballen, unter den Aushub mischst du Kompost. Bei Obstbäumen bleibt die Veredlungsstelle eine Handbreit über der Erde, sonst treibt die Unterlage durch; dazu gehören ein Stützpfahl und kräftiges Einschlämmen. Rechne mit den Abständen aus den Steckbriefen:Himbeeren brauchen 50 cm in der Reihe, also 10 Pflanzen auf 5 m, Johannisbeeren 120 cm, also 5 Sträucher auf 6 m. Aprikosen und Pfirsiche wartest du bis zum März ab.

Ziergarten: Zwiebelblumen, Rosen und Dahlien

Tulpen steckst du im Oktober; wo Wühlmäuse mitspielen, schützt ein Drahtkörbchen die Zwiebeln. Neue Rosen kommen jetzt in die Erde: Wurzelnackte Pflanzen stellst du vorher einige Stunden ins Wasser, die Veredlungsstelle sitzt bei Rosen etwa 5 cm unter der Oberfläche. Wo früher schon Rosen standen, tauschst du die Erde aus, sonst droht Rosenmüdigkeit. Dahlien gräbst du erst nach dem ersten Frost aus: Kraut auf eine Handbreit kürzen, Knollen abtrocknen lassen und in Kisten mit trockenem Sand bei etwa 5 bis 8 °C frostfrei lagern. Orchideen setzen im Herbst Blüten an; verstelle sie dann möglichst nicht, sonst werfen sie die Knospen leicht ab.

Laub nutzen, Gründüngung säen, Boden schützen

Laub ist ein wertvoller Rohstoff. Kehre es von Rasen und Wegen auf die Beete, eine Schicht von fünf bis zehn Zentimetern schützt den Boden und füttert das Bodenleben. Walnuss- und Eichenlaub verrottet langsam und gehört eher in einen eigenen Laubkompost, Rosenlaub mit schwarzen Flecken nicht auf den Kompost. In einer ruhigen Ecke bietet ein Laub- und Reisighaufen Igeln ein Quartier; lass ihn im Winter unberührt. Auf leeren Beeten säst du noch Ackerbohnen (Wintersorten) als Gründüngung, sie binden Stickstoff und nutzen im nächsten Jahr den Starkzehrern. Reifen Kompost verteilst du dünn auf den Beeten.

Pflanzenschutz: Fallobst, Leimringe und Kübelkontrolle

Sammle Fallobst und angefaulte Früchte laufend auf, denn dort überwintern Pilze und Maden. Gegen die Weibchen des Frostspanners, die ab Ende Oktober am Stamm hinaufklettern, legen manche Gärtner Leimringe um die Bäume; achte auf die Anwendungshinweise des Herstellers und kontrolliere die Ringe, damit sich keine Nützlinge verfangen. Junge Obstbäume bekommen einen Wurzelkorb aus Draht gegen Wühlmäuse. Kübelpflanzen untersuchst du vor dem Einräumen auf Blattläuse und Spinnmilben und duschst sie ab.

Häufige Fragen zur Gartenarbeit im Oktober

Was tue ich bei der ersten Frostwarnung?

Ernte Kürbisse, Zucchini, Tomaten, Paprika und Chili, decke Salat und Mangold mit Vlies ab und hole Kübelpflanzen ins Haus. Kohl, Pastinaken und winterharter Lauch bleiben draußen. Weitere Maßnahmen findest du im Ratgeber Frostschutz im Garten.

Wurzelnackt oder Container, was ist besser?

Wurzelnackte Bäume und Sträucher sind günstiger und wurzeln im Herbst gut an, werden aber erst ab dem Laubfall gerodet, also ab Ende Oktober, und müssen zügig gepflanzt werden. Containerware gibt es fast das ganze Jahr, sie kostet mehr.

Wie schütze ich Tulpenzwiebeln vor Wühlmäusen?

Setze die Zwiebeln in Drahtkörbchen aus engmaschigem Draht. Narzissen gelten als giftig und werden gemieden, zwischen den Tulpen gepflanzt helfen sie zusätzlich. Ganz ohne Verluste kommst du trotzdem nicht davon.

Wie lagere ich Kürbisse richtig?

Trocken, luftig und bei etwa 10 bis 15 °C, so, dass sich die Früchte nicht berühren. Sorten mit harter Schale halten je nach Sorte mehrere Monate, Früchte mit Druckstellen oder ohne Stiel verarbeitest du zuerst.

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