♻️ Kompost anlegen
Ein guter Komposthaufen verwandelt Garten- und Küchenabfälle in wertvollen Humus – mit dem richtigen Standort und Materialmix entsteht wertvoller Dünger fast von selbst.
Standortwahl
Der Kompost sollte halbschattig stehen – volle Sonne trocknet ihn zu schnell aus, völliger Schatten verlangsamt die Verrottung. Direkter Bodenkontakt ist wichtig, damit Regenwürmer und Mikroorganismen einwandern können.
Der richtige Materialmix
Kompost braucht ein ausgewogenes Verhältnis von 'Grün' (stickstoffreich: Rasenschnitt, Gemüsereste, frisches Grün) und 'Braun' (kohlenstoffreich: trockenes Laub, Häckselgut, Pappe) – als Faustregel etwa zwei Teile Braun auf einen Teil Grün. Zu viel Grünmaterial führt zu Fäulnis statt Verrottung.
Aufbau des Komposthaufens
Zuunterst eine lockere Schicht aus grobem Material für die Belüftung, darüber abwechselnd Grün- und Braunmaterial in dünnen Schichten. Gelegentlich eine Schicht fertigen Kompost oder Gartenerde einstreuen, um Mikroorganismen anzusiedeln.
Pflege: Umsetzen, Feuchtigkeit
Der Kompost sollte feucht wie ein ausgewrungener Schwamm bleiben, aber nicht nass. Regelmäßiges Umsetzen (Durchmischen) bringt Sauerstoff hinein und beschleunigt die Verrottung deutlich – etwa alle zwei bis drei Monate.
Wann ist der Kompost fertig
Reifer Kompost ist nach etwa 6 bis 12 Monaten fertig: er riecht erdig, ist krümelig dunkel und ursprüngliche Materialien sind nicht mehr erkennbar. Vor der Verwendung am besten sieben, um grobe Reste auszusortieren.
Häufige Fehler
Zu viel Rasenschnitt auf einmal (verklebt und fault), zu trockener oder zu nasser Kompost, sowie das Kompostieren von gekochten Speiseresten oder Fleisch, was Schädlinge und Fäulnis anzieht.