Gartenkalender

Gartenarbeit im November

Im November zieht sich der Garten zurück: Nebel, Nieselregen und frühe Dämmerung bestimmen das Bild, und der Boden ist kalt und oft nass. Gerade deshalb ist es der Monat für Gemüse, das Kälte braucht, und für Gehölze, die im Ruhezustand am besten anwachsen.

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Nichts Neues diesen Monat.

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Jetzt ernten

  • Grünkohl
  • Rosenkohl
  • Lauch
  • Chinakohl

Mit knapp 10 Stunden Tageslicht am Monatsanfang und gut 8 Stunden am Ende hat der Tag kaum noch Kraft. In den höheren Mittelgebirgen und im Alpenvorland gibt es häufig schon Dauerfrost oder Schnee, im Westen und an der Küste bleibt es meist mild und regnerisch. Nachtfrost ist normal und für winterharte Pflanzen kein Grund zur Sorge. Das Beet braucht jetzt nur noch wenig: Wintergemüse ernten, den Boden abdecken, Gehölze pflanzen und alles Frostempfindliche ins Winterquartier bringen. Was du jetzt erledigst, entscheidet mit darüber, wie gut der Garten durch den Winter kommt und wie früh er im Frühjahr startet.

Gemüsegarten: Kohl nach dem Frost, Lauch unter Vlies

Grünkohl wird nach den ersten Frösten milder, weil die Pflanze Stärke in Zucker umbaut. Pflücke blattweise von unten nach oben und lass das Herz stehen, dann treibt er weiter. Rosenkohl erntest du ebenfalls von unten nach oben, sobald die Röschen fest geschlossen sind. Chinakohl verträgt nur leichte Fröste, ernte ihn vor dem ersten starken Frost und lagere ihn kühl. Lauch bleibt in winterharten Sorten draußen; bei Kahlfrost deckst du ihn mit Vlies oder Reisig ab und lockerst vor dem Ziehen den Boden mit der Grabegabel.

Leere Beete mulchst du mit Laub, damit der Boden nicht tief durchfriert. Knoblauch kannst du bis etwa Ende November stecken, solange der Boden offen ist; später wartest du bis zum Frühjahr.

Obst und Beeren: Pflanzzeit nutzen

Zwischen Laubfall und erstem Dauerfrost ist die beste Zeit für Obstbäume. Wurzelnackte Bäume stellst du vor dem Pflanzen einige Stunden in einen Eimer Wasser. Für Apfel, Birne, Pflaume, Mirabelle und Quitte sind 4 m Abstand angegeben, für die Kirsche 5 m: Entlang einer 20 m langen Grundstücksgrenze finden also etwa fünf Bäume Platz oder vier Kirschen. Binde den Baum an einen Pfahl und schlämme ihn kräftig ein, auch wenn es regnet.

Bei den Beeren stehen jetzt Brombeeren und Heidelbeeren an. Brombeeren brauchen 1,5 m in der Reihe, auf 6 m Länge passen also vier Pflanzen, dazu ein stabiles Rankgerüst. Heidelbeeren wachsen nur in saurer Moorbeeterde und werden mit kalkarmem Regenwasser gegossen.

Ziergarten und Winterquartier für Kübel- und Zimmerpflanzen

Kübelpflanzen kommen vor dem ersten strengen Frost ins Winterquartier: immergrüne Arten hell und kühl bei etwa 5 bis 10 °C mit wenig Wasser, laubabwerfende dürfen dunkler stehen. Rosmarin im Kübel überwintert hell und frostfrei. Rosen häufelst du Ende November 15 bis 20 cm hoch mit Erde oder Kompost an, das schützt die Veredlungsstelle. Die verblühten Rispen der Hortensien bleiben bis zum Frühjahr als Frostschutz stehen. Immergrüne Gehölze gießt du nach langer Trockenheit an frostfreien Tagen, denn gefrorener Boden liefert kein Wasser, die Blätter verdunsten aber weiter.

Mit der Heizperiode wird die Luft trocken. Ficus verträgt weder Zugluft noch Standortwechsel und wird im Winter seltener gegossen. Orchideen tauchst du wie gewohnt, lässt sie aber gut abtropfen. Aloe Vera und Sansevieria gießt du kaum, bis das Substrat ganz abgetrocknet ist. Keine Pflanze gehört direkt über den Heizkörper.

Boden abdecken, Wasserleitungen sichern, Kompost versorgen

Offener Boden verliert im Winter Struktur und Nährstoffe, deshalb deckst du ihn mit Laub, Stroh oder einer Kompostschicht ab. Das Umgraben lohnt nur auf schwerem Lehm, wo der Frost die groben Schollen zermürbt; auf leichteren Böden ist eine Mulchdecke besser. Wie viel Kompost dein Boden braucht, rechnet der Bodenverbesserungs-Rechner. Sperre jetzt die Außenwasserhähne ab und entleere die Leitungen, lagere Schläuche und Gießkannen frostfrei und leere die Regentonne weitgehend, damit nichts platzt.

Pflanzenschutz: Fruchtmumien, Mäuse und Gewächshaushygiene

Nach dem Laubfall sieht man vertrocknete Fruchtmumien an Apfel, Birne, Pflaume und Kirsche; pflücke sie ab und gib sie in den Hausmüll, denn darin überwintern Pilze. Halte Mulch eine Handbreit vom Stamm entfernt, sonst nisten Mäuse dort und fressen die Rinde, gegen Wildverbiss hilft eine Manschette um junge Stämme. Im Gewächshaus reinigst du Rankstäbe, Töpfe und Glas mit heißem Wasser und Bürste und lüftest an frostfreien Tagen.

Häufige Fragen zur Gartenarbeit im November

Wann muss ich Kübelpflanzen ins Haus holen?

Frostempfindliche Arten vor den ersten Nachtfrösten, spätestens bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Rosmarin im Kübel braucht ein helles, frostfreies Quartier. Mehr dazu steht im Ratgeber Kübelpflanzen überwintern.

Darf ich bei Frost noch Bäume pflanzen?

Nur bei offenem, nicht gefrorenem Boden. Wurzelnackte Ware, die du nicht mehr einsetzen kannst, schlägst du in einer geschützten Ecke in lockere Erde ein oder lagerst sie kühl und frostfrei und pflanzt im März, sobald der Boden auftaut.

Soll ich Stauden im November zurückschneiden?

Nur, was matschig, krank oder umgeknickt ist. Samenstände und trockene Stängel schützen die Pflanzen vor Frost und bieten Vögeln Nahrung und Insekten Quartier. Den Hauptschnitt machst du im Spätwinter.

Welches Gemüse hält im Winter draußen durch?

Grünkohl, Rosenkohl, Pastinaken und winterharte Lauchsorten vertragen auch kräftigen Frost. Feldsalat und Winterspinat aus der Herbstaussaat überstehen den Winter meist ebenfalls. Chinakohl, Rote Bete und Sellerie erntest und lagerst du vor dem Frost.

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