Gartenkalender

Gartenarbeit im Dezember

Der Dezember ist der ruhigste Monat im Gartenjahr: Es wird nichts gesät und nichts gepflanzt, und trotzdem lohnt der Blick nach draußen. Grünkohl, Rosenkohl und Lauch stehen noch im Beet, im Keller lagern Kartoffeln, Äpfel und Wurzelgemüse, und am Schreibtisch entsteht der Plan für das nächste Jahr.

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Nichts Neues diesen Monat.

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Jetzt ernten

  • Grünkohl
  • Rosenkohl
  • Lauch
  • Gelagertes Gemüse

Um den 21. Dezember steht die Sonne am tiefsten; je nach Region ist der Tag nur etwa 7 bis gut 8 Stunden lang, und Zimmerpflanzen merken den Lichtmangel als Erste. Draußen ruht die Natur, der Boden ist zeitweise hart gefroren, in den Mittelgebirgen liegt oft Schnee, an der Küste bleibt es häufig mild und nass. Ruhe heißt nicht Stillstand: Jetzt ist Zeit für Planung, Werkzeug, Gehölzschnitt und die Vögel, die auf Futter und Wasser angewiesen sind.

Winterernte und Lagerkontrolle

Grünkohl, Rosenkohl und winterharte Lauchsorten erntest du nach Bedarf, aber nicht, solange sie hart gefroren sind, denn dann brechen die Blätter; warte auf einen milden Tag. Im Keller prüfst du das Lagergemüse alle ein bis zwei Wochen und sortierst Faules sofort aus, damit es die Nachbarn nicht ansteckt. Als Richtwerte gelten:

  • Kartoffeln: dunkel bei etwa 4 bis 8 °C, bei noch niedrigeren Temperaturen werden sie süßlich.
  • Äpfel: etwa 2 bis 4 °C und mäßig feucht.
  • Rote Bete, Sellerie, Karotten: nahe 0 bis 4 °C in feuchtem Sand.
  • Kürbisse: an einem trockenen Platz zwischen 10 und 15 °C, gelegentlich auf weiche Stellen kontrollieren.
  • Zwiebeln und Knoblauch: kühl, trocken und luftig, aber frostfrei.

Planung fürs neue Gartenjahr

Skizziere deine Beete im Beetplaner, prüfe im Fruchtfolge-Planer, was wo im letzten Jahr stand, und trage die Termine in den Gartenjahresplaner ein. Wie unterschiedlich der Platzbedarf ausfällt, zeigt ein Vergleich: Karotten mit 25 cm Reihen- und 5 cm Pflanzabstand ergeben 80 Pflanzen pro Quadratmeter, also 160 auf 2 m², Tomaten mit 80 × 50 cm nur 2,5 Pflanzen pro Quadratmeter, also etwa 12 auf 5 m². Den Überschlag für dein Beet liefert der Pflanzabstandsrechner. Im Gartenjournal hältst du fest, was gut und was schlecht lief.

Altes Saatgut prüfst du mit einer Keimprobe: Lege zehn Samen auf feuchtes Küchenpapier und zähle nach der üblichen Keimdauer die Keimlinge. Wie lange Saatgut hält, zeigt der Saatgut-Lagerplaner. Bestelle zeitig, denn die Anzucht beginnt früh: Chili kommt ab Januar auf die Fensterbank, Paprika und Auberginen folgen im Februar.

Obstgehölze: was jetzt geschnitten wird und was nicht

Jetzt sind Johannisbeeren und Stachelbeeren an der Reihe: Entferne die ältesten, dunklen Triebe bodennah, alles was älter als etwa vier bis fünf Jahre ist, damit Licht an die jungen Triebe kommt. Auch Weinreben schneidest du im Winter nach dem Laubfall. Apfel und Birne bekommen ihren Erhaltungsschnitt im Spätwinter, du kannst also noch bis Februar warten. Süßkirschen, Pflaumen und Mirabellen bleiben dagegen in Ruhe, sie werden nach der Ernte geschnitten. Arbeite mit sauberer, scharfer Schere und schneide glatt, damit die Wunden gut heilen.

Vogelfütterung und Zimmerpflanzen im Dunkel

Wer Vögel füttert, nimmt Futtersilos oder Futtersäulen statt offener Schalen, damit das Futter trocken bleibt und kein Kot hineinfällt. Reinige sie regelmäßig mit heißem Wasser, stelle sie übersichtlich und katzensicher auf und biete Sonnenblumenkerne, Haferflocken und ungesalzenes Fettfutter an. Meisenknödel kaufst du ohne Plastiknetz, in dem sich Vögel verfangen können; Brot und Salziges sind ungeeignet. Dazu gehört eine flache Schale mit frischem Wasser, die du bei Frost täglich auftaust. Stehen gelassene Samenstände von Sonnenblumen und Stauden sind das beste Futter.

Zimmerpflanzen brauchen im Dezember wenig: viel Licht (nah am Fenster, aber nicht über der Heizung), sparsam Wasser, kaum Dünger. Ficus steht ruhig und zugfrei, Aloe Vera und Sansevieria trocknen zwischen den Wassergaben ganz ab. Trockene Heizungsluft fördert Spinnmilben: Brause befallene Blätter mit lauwarmem Wasser ab und erhöhe die Luftfeuchte. Bedenke, dass Monstera und Efeutute für Kinder und Haustiere giftig sein können und der Milchsaft des Ficus Haut und Schleimhäute reizt.

Werkzeugpflege und Schutz bei Schnee und Frost

Jetzt hast du Zeit für das Werkzeug. Spaten und Grabegabel befreist du von Erde, Rost entfernst du mit der Drahtbürste, die Schneiden schleifst du leicht nach und ölst sie ein. Holzstiele rauhst du an und behandelst sie mit Leinöl, Gartenscheren zerlegst du, reinigst und schärfst sie. Betritt gefrorenen oder durchnässten Boden nicht, das verdichtet ihn. Schwere Schneelast schüttelst du vorsichtig von Hecken und immergrünen Gehölzen ab; Streusalz gehört nicht in die Nähe von Beeten, nimm Sand oder Splitt.

Pflanzenschutz im Winter

Im Dezember geht es vor allem ums Kontrollieren: Obstbäume auf Mäusefraß prüfen, Leimringe nachsehen und Laubhaufen sowie Insektenquartiere in Ruhe lassen, denn Marienkäfer und Florfliegen überwintern dort. Bei Zimmerpflanzen weisen kleine schwarze Fliegen auf Trauermücken hin: Lass das Substrat oberflächlich abtrocknen und stelle gelbe Leimtafeln auf.

Häufige Fragen zur Gartenarbeit im Dezember

Wann beginne ich mit der Vogelfütterung und wann höre ich auf?

Beginne bei anhaltendem Frost oder Schnee, wenn die Natur wenig hergibt. Hast du einmal angefangen, füttere regelmäßig bis zum Tauwetter im Frühjahr weiter, denn die Vögel verlassen sich darauf. Eine Ganzjahresfütterung wird unterschiedlich beurteilt.

Wie lange ist Saatgut haltbar?

Kühl, trocken und dunkel gelagert halten Tomaten etwa vier Jahre, Gurken, Zucchini und Kürbis bis zu fünf, Karotten und Salat drei, Zwiebeln zwei und Pastinaken nur ein Jahr. Bei älteren Resten schafft die Keimprobe Klarheit.

Brauchen Zimmerpflanzen im Winter Dünger?

Die meisten kaum. Bei wenig Licht wachsen sie langsam, und Nährsalze reichern sich im Substrat an. Dünge nur sparsam bei Pflanzen, die jetzt blühen oder wachsen, und beginne im Februar oder März wieder regelmäßig.

Darf ich Obstbäume bei Frost schneiden?

Besser nicht bei strengem Frost unter etwa minus 5 °C, denn das Holz ist dann spröde, splittert leicht und die Schnittflächen reißen auf. Warte auf mildes, trockenes Wetter.

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