Fruchtfolge-Planer
Wähle, was in diesem Beet zuletzt gewachsen ist – der Fruchtfolge-Planer schlägt dir anhand der klassischen Rotation Starkzehrer → Mittelzehrer → Schwachzehrer → Gründüngung vor, was als Nächstes gut passt.
Passende Pflanzen für die nächste Saison
Wie funktioniert der Fruchtfolge-Planer?
Jede Pflanze im GartenPortal-Lexikon ist als Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer eingestuft. Starkzehrer verbrauchen viele Nährstoffe und laugen den Boden am stärksten aus, Schwachzehrer kommen mit wenig aus. Der Planer nutzt diese Einstufung, um dir vorzuschlagen, was im nächsten Jahr auf demselben Beet gut folgt: nach Starkzehrern ein Mittelzehrer, danach ein Schwachzehrer, und danach idealerweise eine Gründüngungs- oder Erholungsphase, bevor wieder ein Starkzehrer kommt.
Beispiel-Nutzung
Wählst du Tomaten (Starkzehrer), schlägt der Planer für das nächste Jahr einen Mittelzehrer vor – zum Beispiel Paprika, Kartoffeln oder Salat. Der Boden hat nach den nährstoffhungrigen Tomaten etwas Erholung nötig, aber ein Mittelzehrer kommt mit den verbleibenden Nährstoffen gut zurecht.
Zweites Beispiel
Wählst du dagegen Karotten (Schwachzehrer), empfiehlt der Planer keine weitere Pflanze, sondern eine Gründüngungs- bzw. Pausephase mit Leguminosen und verlinkt direkt zum Gründüngungsberater. So kann sich der Boden erholen und Stickstoff für die nächste anspruchsvolle Saison sammeln.
Wann brauchst du den Fruchtfolge-Planer?
Nützlich ist er vor allem bei der Planung eines Hochbeets oder Gemüsegartens für die kommende Saison, wenn du dich fragst, was nach der Ernte an derselben Stelle folgen soll. Auch wenn du in den letzten Jahren wiederkehrende Probleme mit Krankheiten oder schwächelnden Pflanzen hattest, lohnt sich ein Blick auf die Fruchtfolge – oft liegt es an zu häufigem Anbau derselben Pflanzenfamilie an derselben Stelle.
Gut zu wissen
Die Einteilung in Stark-, Mittel- und Schwachzehrer ist eine Faustregel und ersetzt keine Bodenanalyse – auf sehr nährstoffreichen Böden oder in frisch befüllten Hochbeeten kann auch ein Starkzehrer im zweiten Jahr noch gut wachsen. Achte zusätzlich auf Pflanzenfamilien: Kreuzblütler (z. B. Kohl, Radieschen, Rettich) und Nachtschattengewächse (z. B. Tomaten, Kartoffeln, Paprika, Auberginen) reagieren besonders empfindlich auf zu kurze Anbaupausen an derselben Stelle.
Häufige Fragen
Was ist eine Fruchtfolge und warum ist sie wichtig?
Die Fruchtfolge ist die Reihenfolge, in der verschiedene Pflanzen über die Jahre auf demselben Beet angebaut werden. Sie verhindert, dass der Boden einseitig ausgelaugt wird, und senkt das Risiko für Krankheiten und Schädlinge, die sich bei ständigem Anbau derselben Pflanzenfamilie im Boden anreichern.
Woher weiß ich, ob eine Pflanze Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer ist?
Der Fruchtfolge-Planer ordnet jede Pflanze aus dem GartenPortal-Lexikon bereits einer der drei Gruppen zu – wähle sie einfach in der Auswahlliste aus, dann siehst du direkt die Einstufung und den passenden Vorschlag für die nächste Saison.
Muss ich mich exakt an die vorgeschlagene Reihenfolge halten?
Nein, es ist eine bewährte Faustregel, kein starres Gesetz. Wichtiger als die exakte Reihenfolge ist, dass du nicht mehrere Jahre hintereinander dieselbe Pflanzenfamilie an derselben Stelle anbaust – vor allem bei Nachtschattengewächsen wie Tomaten und Kartoffeln oder bei Kohlarten lohnt sich eine längere Anbaupause.
Wie lange sollte die Anbaupause bei anfälligen Pflanzen sein?
Bei Kohlarten und anderen Kreuzblütlern werden oft drei bis vier Jahre Pause auf derselben Fläche empfohlen, um Kohlhernie und ähnlichen bodenbürtigen Problemen vorzubeugen. Bei Nachtschattengewächsen wie Tomaten und Kartoffeln sind zwei bis drei Jahre Pause üblich – die genaue Dauer hängt aber auch von deinem Boden und bisherigen Problemen im Beet ab.
Was mache ich, wenn ich nur ein einziges Hochbeet habe?
Bei wenig Fläche lässt sich eine klassische Fruchtfolge nur begrenzt umsetzen. Teile das Beet gedanklich in Abschnitte auf oder wechsle zumindest die Pflanzenfamilie jedes Jahr, und plane bewusst Phasen mit Schwachzehrern oder Gründüngung ein, damit sich der Boden zwischendurch erholen kann.