🥔 Kartoffeln pflanzen
Kartoffeln zählen zu den dankbarsten Gemüsen im Garten – mit der richtigen Pflanzzeit und regelmäßigem Häufeln ist eine gute Ernte fast garantiert.
Die richtige Pflanzzeit
Kartoffeln werden nicht ausgesät, sondern als vorgekeimte Knollen gepflanzt – meist ab Ende März bis April, sobald der Boden nicht mehr durchgehend gefroren ist. Frühkartoffeln können bei Frostgefahr mit Vlies geschützt werden.
Vorkeimen der Kartoffeln
Etwa vier bis sechs Wochen vor dem Pflanzen werden die Saatkartoffeln an einem hellen, kühlen Ort (10–15 °C) vorgekeimt. Das verkürzt die Zeit bis zum Auflaufen und bringt einen Ernte-Vorsprung.
Pflanzabstand und Pflanztiefe
In Reihen mit etwa 70 cm Abstand pflanzen, innerhalb der Reihe reicht ein Abstand von 35 cm. Die Knollen etwa 10 cm tief in die Erde legen, mit dem Keim nach oben.
Häufeln: warum und wie
Sobald das Kraut etwa 15–20 cm hoch ist, wird mehrfach angehäufelt – also Erde von den Seiten an den Pflanzenstamm geschoben. Das schützt die oberflächennahen Knollen vor Licht (sie würden sonst grün und giftig) und vergrößert den Ertragsraum für neue Knollen.
Ernte und Lagerung
Frühkartoffeln werden ab Juni/Juli geerntet, Lagerkartoffeln ab September, sobald das Kraut abgestorben ist. An einem trockenen Tag roden, die Knollen vor dem Einlagern an der Luft abtrocknen lassen und danach dunkel und kühl lagern.
Häufige Fehler
Zu frühes Pflanzen ohne Frostschutz, zu seltenes oder zu spätes Häufeln sowie eine zu enge Fruchtfolge (Kartoffeln sollten nicht mehrere Jahre hintereinander an derselben Stelle stehen, wegen Kartoffelkäfer und Krautfäule) sind die häufigsten Stolpersteine.