Gartenratgeber

🍅 Tomaten anbauen

Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsen im Garten – mit ein paar grundlegenden Handgriffen von der Aussaat bis zur Pflege gelingt eine reiche Ernte auch Einsteigern.

Standort und Boden wählen

Tomaten wollen es sonnig, warm und möglichst regengeschützt – etwa unter einem Vordach, im Gewächshaus oder im Tomatenhaus. Der Regenschutz ist kein Luxus, sondern beugt der gefürchteten Braunfäule vor, die sich bei feuchtem Laub schnell ausbreitet. Der Boden sollte nährstoffreich und locker sein; eine gute Portion Kompost vor dem Pflanzen versorgt die Starkzehrer von Anfang an.

Aussaat und Vorkultur

Ab Februar/März werden Tomaten drinnen auf der Fensterbank oder im Zimmergewächshaus bei etwa 20–22 °C vorgezogen. Sobald die Keimlinge ihr erstes echtes Blattpaar haben, werden sie pikiert, also einzeln in größere Töpfe umgesetzt – das fördert kräftige Wurzeln.

Auspflanzen nach den Eisheiligen

Vor Mitte Mai haben Tomaten im Freiland nichts zu suchen – auch ein einziger Nachtfrost kann die Pflanzen zerstören. Erst nach den Eisheiligen (ca. 15. Mai) auspflanzen, dabei die Jungpflanzen einige Tage vorher abhärten, indem sie tagsüber draußen stehen.

Pflege: Gießen, Ausgeizen, Anbinden

Regelmäßig und durchdringend am Boden gießen, dabei die Blätter möglichst trocken halten – das schützt vor Pilzkrankheiten. Bei Stabtomaten wachsen in den Blattachseln sogenannte Geiztriebe, die regelmäßig ausgebrochen werden, damit die Pflanze ihre Kraft in die Hauptfrüchte steckt. Eine Rankhilfe oder Tomatenspirale gibt hohen Sorten Halt.

Häufige Fehler

Von oben gießen (fördert Pilzkrankheiten), zu enger Pflanzabstand (schlechte Durchlüftung), zu spätes Auspflanzen verpasster Eisheiliger-Termin sowie das Vergessen des Ausgeizens sind die häufigsten Anfängerfehler.

Ernte und Lagerung

Ab Juli bis in den Herbst hinein werden die Früchte gepflückt, sobald sie vollständig ausgefärbt sind. Regelmäßiges Ernten fördert die Bildung neuer Früchte. Tomaten am besten bei Zimmertemperatur lagern – im Kühlschrank verlieren sie schnell an Aroma.

Weiterführend

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