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Kompostrechner

Guter Kompost braucht ein Gleichgewicht aus stickstoffreichem, grünem Material (Rasenschnitt, Küchenabfälle) und kohlenstoffreichem, braunem Material (Laub, Stroh, Zweige). Gib deine Menge an grünem Material ein – der Rechner schlägt die passende Menge braunes Material vor.

🍂Empfohlene Menge braunes Material
🪣Gesamtvolumen der Mischung
♻️Geschätztes Kompostvolumen (nach ca. 6–12 Monaten)
Grobe Orientierung: Durch den Rotteprozess schrumpft das Ausgangsvolumen auf etwa 40 %. Regelmäßiges Umsetzen und die richtige Feuchtigkeit (wie ein ausgewrungener Schwamm) beschleunigen die Verrottung.

Wie funktioniert der Kompostrechner?

Du gibst ein, wie viel grünes Material (Rasenschnitt, Küchenabfälle, frisches Grün) du zur Verfügung hast, und legst das gewünschte Mischverhältnis von braun zu grün fest. Der Rechner multipliziert die grüne Menge mit diesem Verhältnis und schlägt dir die passende Menge braunes Material vor. Aus beiden Mengen zusammen ergibt sich das Gesamtvolumen der Mischung, und da Kompost beim Verrotten stark schrumpft, rechnet der Rechner zusätzlich das ungefähr zu erwartende Kompostvolumen nach der Rotte aus.

Beispiel

Du hast 100 Liter frischen Rasenschnitt (grün) und willst im Verhältnis 2:1 (braun zu grün) mischen. Der Rechner schlägt dir 200 Liter braunes Material vor, zum Beispiel Herbstlaub oder Häckselgut. Das Gesamtvolumen der Mischung liegt bei 300 Litern, und nach der Rotte über 6 bis 12 Monate bleibt davon geschätzt noch rund 120 Liter fertiger Kompost übrig.

Zweites Beispiel

Du sammelst über den Sommer 300 Liter Rasenschnitt und Küchenabfälle und möchtest, weil du bereits viel trockenes Material im Garten hast, nur im Verhältnis 1,5:1 mischen. Der Rechner errechnet 450 Liter braunes Material, ein Gesamtvolumen von 750 Litern und nach der Rotte geschätzt 300 Liter fertigen Kompost.

Wann brauchst du den Kompostrechner?

Praktisch immer dann, wenn größere Mengen Grünmaterial anfallen und du nicht abschätzen kannst, wie viel braunes Material dazu passt – etwa nach dem Rasenmähen, beim herbstlichen Laubsammeln oder wenn du einen neuen Komposthaufen oder -behälter anlegst und von Anfang an ein ausgewogenes Verhältnis erreichen willst.

Gut zu wissen

Ein häufiger Fehler ist zu viel grünes Material ohne Ausgleich: Der Haufen wird dann schnell nass, verdichtet sich, riecht faulig und verrottet schlecht statt zu kompostieren. Zu viel braunes Material dagegen verlangsamt die Rotte erheblich, weil den Mikroorganismen der Stickstoff fehlt. Die berechnete Kompostmenge ist nur eine grobe Schätzung – wie schnell und wie viel am Ende tatsächlich entsteht, hängt stark von Zerkleinerungsgrad, Feuchtigkeit und der Temperatur in deiner Region ab, in kühleren Lagen dauert die Rotte spürbar länger als im milden Klima.

Häufige Fragen

Warum braucht Kompost ein Mischverhältnis aus grün und braun?

Grünes Material liefert Stickstoff und Feuchtigkeit, braunes Material liefert Kohlenstoff und Struktur. Nur im Zusammenspiel verrotten beide zügig, ohne zu faulen oder zu verpilzen – reines Grünmaterial wird schnell schleimig und riecht unangenehm, reines braunes Material verrottet kaum.

Was zählt zu grünem, was zu braunem Material?

Grün sind stickstoffreiche, meist frische und feuchte Stoffe wie Rasenschnitt, Küchenabfälle, Kaffeesatz oder frisches Grün aus dem Beet. Braun sind kohlenstoffreiche, trockene Stoffe wie Herbstlaub, Stroh, Häckselgut, zerkleinerte Zweige oder Pappe.

Wie genau ist die geschätzte Kompostmenge?

Die Schätzung von rund 40 % des Ausgangsvolumens ist ein grober Richtwert für reifen Kompost nach 6 bis 12 Monaten. Je nach Material, Feuchtigkeit, Umsetzhäufigkeit und Witterung in deiner Region kann die tatsächliche Menge spürbar abweichen.

Was, wenn ich kein braunes Material zur Hand habe?

Dann lieber kleinere Mengen grünes Material kompostieren oder braunes Material sammeln, statt ein zu grünlastiges Verhältnis anzusetzen – dünn eingearbeitetes Häckselgut oder zerkleinerte Pappe helfen als Ersatz, wenn gerade kein Laub oder Stroh verfügbar ist.

Muss ich den Kompost regelmäßig umsetzen?

Umsetzen beschleunigt die Verrottung deutlich, weil dabei wieder Sauerstoff in den Haufen kommt. Ohne Umsetzen dauert es länger, bis fertiger Kompost entsteht, aber auch ein ruhender Haufen verrottet mit der Zeit von selbst durch.