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Gründüngungsberater

Wähle dein Ziel für die Zwischenbegrünung – der Gründüngungsberater schlägt dir passende Zwischenfrüchte mit Aussaatzeit und Hinweisen vor.

Wie funktioniert der Gründüngungsberater?

Wähle aus, was du mit der Zwischenbegrünung erreichen willst – Stickstoff anreichern, den Boden lockern, Unkraut unterdrücken oder Bienen und Nützlinge fördern. Der Berater zeigt dir dann alle hinterlegten Zwischenfrüchte, die zu diesem Ziel passen, jeweils mit Aussaatzeitraum, ob sie winterhart ist, und einem kurzen fachlichen Hinweis.

Beispiel-Nutzung

Wählst du das Ziel „Stickstoff anreichern", zeigt der Berater dir Winterwicke, Lupine und Inkarnatklee – alles Leguminosen. Bei der Winterwicke steht als Hinweis, dass sie als winterharte Leguminose Stickstoff über den Winter bindet und im Frühjahr eingearbeitet wird, mit Aussaat zwischen August und September.

Zweites Beispiel

Wählst du stattdessen „Boden lockern", schlägt dir der Berater unter anderem Ölrettich vor: Aussaat Juli bis September, nicht winterhart, mit dem Hinweis, dass seine tiefe Pfahlwurzel verdichteten Boden lockert und er wie Gelbsenf zu den Kreuzblütlern zählt.

Wann brauchst du den Gründüngungsberater?

Praktisch ist er immer dann, wenn ein Beet nach der Ernte für einige Wochen oder über den Winter frei bleibt – statt es brachliegen zu lassen, kannst du es gezielt begrünen. Auch als Baustein in der Fruchtfolge lohnt sich der Blick: nach Schwachzehrern ist eine stickstoffsammelnde Gründüngung ein guter Übergang zur nächsten anspruchsvollen Kultur.

Gut zu wissen

Achte bei der Wahl der Zwischenfrucht auf die Fruchtfolge: Kreuzblütler wie Gelbsenf und Ölrettich sollten nicht direkt vor oder nach Kohlarten stehen, da sich sonst bodenbürtige Krankheiten wie Kohlhernie anreichern können. Aussaatzeiträume sind zudem regional unterschiedlich – in milderen Lagen kannst du oft etwas später im Jahr noch erfolgreich säen als in raueren Regionen.

Häufige Fragen

Was ist Gründüngung genau?

Gründüngung bedeutet, ein Beet nach der Ernte oder in einer Anbaupause statt brachliegen zu lassen mit schnellwüchsigen Pflanzen zu besäen, die anschließend abgemäht oder in den Boden eingearbeitet werden. Das schützt den Boden vor Erosion und Austrocknung und kann ihn je nach gewählter Pflanze mit Nährstoffen anreichern oder lockern.

Welche Gründüngung eignet sich, um Stickstoff im Boden anzureichern?

Dafür eignen sich Leguminosen wie Winterwicke, Lupine oder Inkarnatklee – sie binden über Knöllchenbakterien an den Wurzeln Luftstickstoff und geben ihn beim Einarbeiten an den Boden ab. Das kommt besonders Starkzehrern in der folgenden Saison zugute.

Muss ich Gründüngung im Winter wieder entfernen?

Das hängt von der Pflanze ab. Nicht winterharte Arten wie Phacelia, Gelbsenf oder Ölrettich frieren von selbst ab und lassen sich im Frühjahr einfach einarbeiten, während winterharte Arten wie die Winterwicke aktiv im Boden bleiben und erst im Frühjahr untergegraben oder abgemäht werden.

Kann ich Gelbsenf vor Kohl im Beet anbauen?

Besser nicht direkt hintereinander: Gelbsenf und Ölrettich gehören wie Kohl zu den Kreuzblütlern, sodass sich bei zu enger Fruchtfolge dieselben bodenbürtigen Krankheiten wie Kohlhernie anreichern können. Für ein Kohlbeet eignet sich als Gründüngung eher eine Leguminose oder Phacelia.

Wie lange muss die Gründüngung stehen, bevor ich sie einarbeite?

Als Faustregel gilt: je länger sie wachsen kann, desto mehr Biomasse und Wurzelwerk bringt sie in den Boden ein. In der Praxis reichen oft schon sechs bis acht Wochen bis zur Blüte, danach kannst du sie abmähen oder flach einarbeiten, bevor die nächste Kultur gepflanzt wird.