🫑 Paprika vorziehen
Paprika braucht eine lange, warme Kultur bis zur Fruchtreife – wer erfolgreich ernten will, zieht die Pflanzen schon im Winter auf der Fensterbank vor.
Warum so früh vorziehen
Paprika keimt langsam und braucht bis zur ersten Ernte deutlich länger als etwa Tomaten. Wird erst nach den Eisheiligen ausgesät, reicht die Zeit bis zum ersten Frost im Herbst oft nicht für eine nennenswerte Ernte. Deshalb beginnt die Anzucht schon ab Februar.
Aussaat und Keimbedingungen
Paprikasamen brauchen zum Keimen konstant 22–25 °C – auf einer normalen Fensterbank oft zu kühl, eine Heizmatte für die Anzuchtschale beschleunigt die Keimung erheblich. Bis zum Auflaufen kann es zwei bis drei Wochen dauern.
Pikieren
Sobald die Keimlinge das erste echte Blattpaar zeigen, werden sie einzeln in größere Töpfe pikiert. Das gibt den Wurzeln mehr Platz und verhindert, dass sich die Jungpflanzen gegenseitig Licht und Nährstoffe streitig machen.
Abhärten und Auspflanzen
Etwa eine Woche vor dem Auspflanzen die Jungpflanzen schrittweise an Außenluft und Sonne gewöhnen (abhärten). Erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freiland, Gewächshaus oder auf die geschützte Terrasse pflanzen.
Häufige Fehler
Zu kühle Keimtemperatur (Paprika keimt dann gar nicht oder sehr ungleichmäßig), zu frühes Auspflanzen vor den Eisheiligen sowie fehlendes Abhärten, was zu Schockschäden an den Jungpflanzen führen kann.