Gartenratgeber

🪵 Hochbeet richtig befüllen

Ein Hochbeet lebt von seiner Schichtung: Verrottendes Material erzeugt über Jahre hinweg Wärme und Nährstoffe für die Pflanzen darüber. Wer die Schichten richtig aufbaut, hat lange Freude an seinem Hochbeet.

Warum die Schichtung wichtig ist

Beim Verrotten der unteren, groben Materialien entsteht Wärme, die das Hochbeet im Frühjahr schneller erwärmt und die Wachstumssaison verlängert. Gleichzeitig setzen die verrottenden Schichten über Jahre Nährstoffe frei, die nach oben wandern.

Die vier Schichten im Detail

Ganz unten kommen grobe Äste und Zweige als Drainageschicht (etwa 20 % der Höhe), darüber Laub, Rasenschnitt und Stroh (ebenfalls etwa 20 %). Es folgt eine Schicht aus Kompost oder halbverrottetem Mist (etwa 20 %), und obenauf kommt hochwertige Pflanz- oder Gartenerde für die restlichen rund 40 % der Höhe.

Schritt für Schritt befüllen

Zunächst wird der Boden des Hochbeets mit einem feinen Drahtgitter gegen Wühlmäuse gesichert. Dann werden die Schichten der Reihe nach eingebracht und jeweils leicht angedrückt, aber nicht zu fest verdichtet – die Luftzirkulation zwischen den Schichten ist wichtig für die Verrottung.

Pflege im ersten Jahr und danach

Im ersten Jahr sacken die Schichten spürbar zusammen – das ist normal, im Frühjahr einfach mit frischer Erde auffüllen. Nach etwa vier bis fünf Jahren ist das Füllmaterial größtenteils verrottet und das Hochbeet sollte komplett neu geschichtet werden.

Häufige Fehler

Zu festes Verdichten der Schichten, zu wenig Kompost/Grünmaterial für ausreichend Nährstoffe, sowie das Vergessen des Wühlmausschutzes gehören zu den häufigsten Fehlern.

Weiterführend

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